Weidezeit ade

Pferdeweide im Herbst Foto: Freia Schultz-Friese

Pferdeweide im Herbst Foto: Freia Schultz-Friese

Nun geht sie zu Ende, die grüne Jahreszeit.

Freia Schultz-Friese - Nov 13, 2015: Der Sommer ist vorbei, der Herbst scheint auch schon vorüber. Für die Pferde heißt es Abschied nehmen von der großen Sommerweide. Doch mit dem Verlassen der Weide fängt die Arbeit für die Pferdehalter erst an. Wir haben zusammengetragen, was mit der Weide passieren muss, damit im nächsten Frühling das Gras wieder sprießt.

Pferde sind leider "schlechte" Weidetiere. Sie belasten durch die scharfen Hufe den Boden, fressen das Gras gerne bis auf die Grasnarbe ab und meiden alle Stellen, an denen Kot liegt. Außerdem wandern Sie gerne immer auf demselben Pfad, so dass sich im Laufe der Zeit ein unschöner, geschlängelter Trampelpfad bildet.

Eine Pferdeweide ist wesentlich schwieriger in Ordnung zu halten als beispielsweise eine Rinderweide. Das Wachstum von Unkraut, wird durch die Dungstellen begünstigt, denn dort wachsen mit Vorliebe Quecke, Brennessel und Kletten.

Im Normalfall findet der Pferdehalter am Ende des Sommers eine unregelmäßig abgefressene, von Unkrautstellen durchzogene Weide vor, bei längeren Regenfällen auch große sumpfige Matschstellen, auf denen kein Halm mehr wächst.

Die erste Maßnahme im Herbst wird sein, die Weide gründlich auszumähen. Steht noch viel hohes Gras auf, ist es sinnvoll dies nach dem Mähen wegzubringen, damit keine Fäulnis entsteht. Das setzt voraus, dass der Kot mind. 2x pro Woche abgesammelt wurde und die Weide daher keine größeren Kotaufkommen hat. Sollte man dies nicht getan haben, ist der Kot noch vorher abzusammeln um die Parasiten-Eier nicht noch über die ganze Weide zu verteilen.

Alternativ kann eine Weide auch gemulcht werden, das zerkleinerte Mähgut verrottet dann auf der Weide.

Matschstellen und Stellen, an denen die Grasnarbe zerstört ist, werden mit für Pferdeweiden geeignetem Grassamen nachgesät. Vorher sollte man eine extrem durch Hufe aufgewühlte Stelle glätten. Das gleiche gilt für Wälzlöcher. Nach der Aussaat sollte gewalzt werden, damit die Saatkörner direkten Kontakt zum Boden haben und nicht gleich beim ersten Windstoß davonfliegen.

So präpariert wird sich die Weide über den Winter gut erholen und auf die im nächsten Frühjahr anstehenden weiteren Pflegemaßnahmen gut ansprechen.

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