Pferdesportverband Westfalen e.V.
Kommission für Pferdeleistungsprüfungen in Westfalen (KLW)
Pressemitteilung - 09.03.2010: PV-News 2/2010
Westfalens Pferdesport auf dem Prüfstand
Der Pferdesportverband Westfalen stellte die Ergebnisse des Sportentwicklungsberichtes speziell für seine Regionen vor. Nun sollen Konzepte entworfen werden, um mehr Menschen für den Pferdesport zu begeistern und langfristig zu binden.
Paderborn/Hattingen/Lünen (PV). Jede Menge Zahlen, Statistiken und Tendenzen begegneten den Teilnehmern der Regionalkonferenzen, zu denen der Pferdesportverband Westfalen Ende Februar und Anfang März in Paderborn, Hattingen und Lünen eingeladen hatte. Verbandspräsident Rudolph Erbprinz von Croӱ begrüßte jeweils rund 40 Gäste zu den Diskussionsabenden, bei denen PV-Geschäftsführerin Brigitte Hein zum ersten Mal die Ergebnisse des Sportentwicklungsberichtes speziell für Westfalen vorstellte. Der Bericht greift auf belastbares Datenmaterial des vergangenen Jahres zurück, das durch eine bundesweite Umfrage der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN) bei den Pferdesportvereinen und Mitgliedsbetrieben entstanden war. Aus dem Sportentwicklungsbericht geht auch die Offensive der FN hervor, mit der gemeinsam mit den Landesverbänden bis 2013 gegen sinkende Mitgliederzahlen vorgegangen werden soll.
Vereine werden kleiner
Zwar ist der Pferdesportverband Westfalen mit 110.357 Mitgliedern nach wie vor der größte Landesverband in Deutschland, doch zeigen die Zahlen, dass die Vereine in Westfalen langsam aber stetig kleiner werden. In der Zeit von 2005 bis 2009 verlor der PV fast 5000 Mitglieder. Gut ein Drittel der Mitglieder in den Vereinen sind Kinder und Jugendliche. Ihre Zahl ist - im Moment noch – relativ stabil. Den größten Rückgang in den Vereinen gab es bei den männlichen Pferdesportlern über 27 Jahren. Die Zahl der Mitgliedsbetriebe in Westfalen ist seit dem Jahr 2000 um 77 gestiegen. Der Anteil von Jungen und Männern ist hier allerdings noch kleiner als in den Vereinen. Bei den Angeboten der Betriebe und Vereine liegen Unterricht in Dressur und Springen in der Poleposition. Ausritte, Wander- und Westernreiten werden deutlich weniger angeboten als im Bundesdurchschnitt. Doch dafür hält Westfalen ein großes Angebot an Voltigierstunden, an Therapeutischem Reiten und am Gesundheitssport bereit.
Wartelisten für Reitstunden
Eine besondere Bedeutung beim Projekt „Investition in die Zukunft“ kommt den Schulpferden und Ausbildern zu. In Westfalen haben mehr Vereine Schulpferde als im Bundesdurchschnitt, bei den Betrieben ist es genau andersherum. Was viele der Konferenzteilnehmer erstaunte: In Westfalen müssen Anfänger durchschnittlich vier Monate auf ihre erste Reitstunde warten. Tatsächlich liegt der prozentuale Anteil von Vereinen und Betrieben mit Wartelisten deutlich über dem Bundesdurchschnitt. In den westfälischen Vereinen und Betrieben gibt es aber auch deutlich mehr Ausbilder als im Bundesdurchschnitt – besonders bei den Vereinen. Allerdings sagt die blanke Anzahl noch nichts über die Qualität aus. Unterricht auf Schulpferden wird häufig durch Amateurlehrkräfte erteilt. Kritisch: Der Anteil der Ausbilder ohne eine Lizenz-Qualifikation ist hoch und liegt - statistisch gesehen - in westfälischen Vereinen bei fast einem Viertel. Der Preis für eine Reitstunde bewegt sich zwischen zehn und vierzehn Euro. Viele andere Freizeitangebote sind heute deutlich teurer….
Besonders gespannt verfolgten die Konferenzteilnehmer den Part über die Probleme der Vereine und Betriebe. Dabei hatte der Sportentwicklungsbericht ergeben, dass im Verein die „Gewinnung und Bindung von ehrenamtlichen Funktionsträgern“ als Problem Nr. 1 erkannt wird. Auf den Plätzen zwei und drei folgen die Bindung junger Leistungssportler und die zeitlichen Auswirkungen der Ganztagesschule. Fast ein Viertel der Vereine hatte mindestens eines von 19 aufgelisteten Problemen als existenzbedrohend eingestuft. Zu den existenzbedrohlichen Problemen zählten auch der „Sanierungsstau“ und die „Finanzlage“.
Problem Ganztagesschule
Bei den Betrieben führt die Ganztagesschule das Problemranking mit großem Abstand an. Sie wird in vielen Fällen sogar als existenzbedrohend eingestuft - in manchen Regionen von 25 und mehr Prozent der Betriebe. Kein Wunder, dass sich um dieses Thema eine angeregte Diskussion entspann. Während es bereits viele gut funktionierende Kooperationen zwischen Pferdesport und Ganztagsschulen und Kindergärten gibt, führten solche Zusammenkünfte in manchen Betrieben und Vereinen auch zu Problemen. Fazit: Eine Kooperation alleine bringt noch keine Glückseligkeit. Die veränderte Lebens- und Freizeitwelt der Kinder stellt die westfälische Reiterei vor massive Herausforderungen . Das macht sich auch in der Verbands-Talentförderung bemerkbar, denn ein Stützpunkttraining zu den üblichen Zeiten am Nachmittag funktioniert heute schon nicht mehr.
Viele der Probleme waren den Konferenzteilnehmern durch eigene Erfahrungen bereits bewusst. In den Diskussionen wurden jedoch schon einige gute Ideen gesammelt, die Hoffnung auf die Zukunft machten. In Paderborn wünschten sich die Teilnehmer weitere Regionalkonferenzen und Themenabende, bei denen sich Experten mit den Vereinsvorständen und Betriebsinhabern austauschen können. Auch in Hattingen hoffen die Tagungsgäste auf mehr regionale Zusammenarbeit. Und in Lünen war es den Teilnehmern wichtig, ein individuelles Vereinsprofil zu haben. Erst dann könne man eine Vereinsstrategie aufbauen und Zielgruppen definieren. Eine professionelle Beratung ist dabei erwünscht. Eine weitere Regionalkonferenz folgt am Montag, 8. März, in Münster.
Wie geht es weiter? - Der Verbandsausschuss wird die zusammengeführten Ergebnisse aller Regionalkonferenzen bewerten und Ziele definieren. „Jeder dieser Regionalkonferenzen war bisher eine Bereicherung und hilft uns dabei, über den Tellerrand hinweg zu schauen.“, meinte abschließend Verbandspräsident Rudolph Erbprinz von Croӱ.
Zweiter „Tag der offenen Stalltür“ am 26. September
Die erfolgreiche Aktion „Komm zum Pferd“ wird fortgesetzt. Westfälische Vereine und Betriebe können die Chance nutzen, mehr Menschen für den Pferdesport zu begeistern.
Münster (PV). 80 Pferdesportvereine und –betriebe aus ganz Westfalen beteiligten sich im Oktober 2009 an der bundesweiten Aktion „Tag der offenen Stalltür“. Mit einem Feuerwerk an Ideen, Sport und Spaß, aber auch vielen Informationen wurden Neueinsteiger für die Faszination Pferdesport gewonnen. Eine neue Chance, Verein oder Betrieb vorzustellen, gibt es am 26. September 2010 beim zweiten „Tag der offenen Stalltür“.
Bundesweit hatten rund 1.000 Vereine und Mitgliedsbetriebe an der gemeinsamen Aktion der FN und der Landesverbände teilgenommen. Über 1.000 Presseveröffentlichungen und mehr als 40.000 Internetmeldungen ließen fast 250.000 Besucher in die Pferdebetriebe und Vereine strömen. Reit-, Fahr- und Voltigiervorführungen unterhielten die Besucher und ließen sehen, was der Pferdesport zu bieten hat. Der Rückblick auf die Premiere zeigt, dass bei 75 Prozent der teilnehmenden Vereine und Betriebe die Besucherzahl den Erwartungen entsprach oder diese sogar übertraf. Darüber hinaus bestätigten 61 Prozent der Teilnehmer, dass sie durch die Veranstaltung neue Mitglieder, Reit- und Voltigierschüler oder Einstaller gewannen. Einzelne Betriebe verbuchten sogar bis zu 30 neue Reitschüler nach dem Aktionstag.
Auch beim zweiten „Tag der offenen Stalltür“ kann gezeigt werden, dass Reiten ein Sport für jedermann ist. Gleichzeitig haben die Betriebe und Vereine die Chance, neue Kunden und Mitglieder zu gewinnen. Der Phantasie der Teilnehmer sind dabei keine Grenzen gesetzt. Alles ist möglich von Kutschfahrten und Reiterspielen über Stallführungen, Schauprogrammen und Rassepräsentation bis hin zu Pferdefußball und Ponyreiten. Wer mitmachen will, kann sich bis Mitte Juli bei der FN anmelden. Teilnahmeberechtigt sind Pferdesportvereine und -betriebe, die Mitglied in einem Landespferdesportverband sind. Unterstützt werden die Teilnehmer zum Beispiel mit praktischen Tipps zur Organisation, einem Ideenpool zur inhaltlichen Gestaltung, Checklisten für die Organisation und Pressearbeit. Der Slogan „Komm zum Pferd“ findet sich als Aufforderung auf Flyern und Plakaten, die zu dem Werbepaket gehören, das jeder Teilnehmer bekommt.
PERSONALIE:
Medaille an Freiherr von Spiegel
Brakel (PV). Mit der Dieter-Graf-Landsberg-Velen-Medaille in Silber wurde jetzt Elmar Freiherr von Spiegel aus Brakel für seine vielfachen Verdienste rund um den Pferdesport ausgezeichnet. Seit 35 Jahren leitet Elmar Freiherr von Spiegel als Vorsitzender den Reitverein Nethegau Brakel, der 1924 von seinem Onkel, Adolf Freiherr von Spiegel, gegründet worden war. Mit 682 Mitgliedern ist der RV Nethegau der größte Verein im Pferdesportverband Westfalen. Er präsentiert nicht nur einen Querschnitt des Pferdesports und einen florierenden Schulbetrieb, sondern auch Spitzenleistungen von Reitern und Voltigierern. Neben seinem Fulltimejob vertritt Elmar Freiherr von Spiegel mit viel Herzblut die Belange des Pferdesports. Die Dieter-Graf-Landsberg-Velen-Medaille in Silber wurde ihm am 31. Januar während der Feierlichkeiten zu seinem 70. Geburtstag von Gernot Berendes verliehen, Präsidiumsmitglied des Pferdesportverbandes Westfalen und zweiter Vorsitzender des RV Nethegau Brakel. 1999 war dem Jubilar bereits die Silberne Plakette des Pferdesportverbandes verliehen worden.
Goldenes Reitabzeichen für Christina Vortmann
Borken (PV). Aus den Händen von Weltklassereiter Marcus Ehning (Borken) bekam Christina Vortmann Mitte Februar beim Reitturnier des Zucht-, Reit- und Fahrvereins Borken das Goldene Reitabzeichen für zehn Siege in Klasse S verliehen. Die 23-jährige Amazone des Reitvereins Südlohn-Oeding hatte die Voraussetzungen für das begehrte Abzeichen erst im Januar erfüllt. Ein Datum, dass ihr bestimmt in Erinnerung bleiben wird: Am 10. Januar 2010 gewann sie den Großen Preis von Vreden und damit auch ihr zehntes Springen der Klasse S. Christina Vortmann arbeitet als Berufsreiterin im Stall von Marcus Ehning und lernt seit Jahren alle Kniffe des Springsports von ihrem Chef. Mit Erfolg, wie das Goldene Reitabzeichen nun beweist.
VIERKAMPF:
Westfälische Vierkämpfer treffen sich beim ZRFV Barlo-Bocholt
Schwimmen, Laufen, Dressur und Springen: rund 20 Mannschaften werden beim Westfälischen Mannschaftschampionat der Vierkämpfer erwartet.
Bocholt (PV). Am Samstag, den 13. März, ertönt der Anpfiff zum Westfälischen Mannschaftschampionat der Vierkämpfer. Gastgeber ist der Reit- und Fahrverein Barlo-Bocholt. Zwei spannende Wettkampftage sind bis zur finalen Siegerehrung am Sonntagnachmittag zu absolvieren. 22 Mannschaften aus Coesfeld, Münster, Steinfurt, Warendorf, Borken, Paderborn, Gütersloh, Herford, Unna-Hamm, Minden-Lübbecke, Ennepe-Ruhr-Hagen, Recklinghausen und dem Sauerland haben sich angemeldet. Am Samstag beginnt der Vierkampf mit der Disziplin Schwimmen im Bocholter Fildekenbad. 50 Meter Freistil stehen auf dem Programm. Damit es gerecht zugeht, erfolgt die Wertung mit Hilfe von Umrechungstabellen, die das Alter und Geschlecht der Teilnehmer berücksichtigen. Nach dem Schwimmen geht es zum 3000 Meter Geländelauf, der rund um die vereinseigene Pferdesportanlage an der Winterswijker Straße in Bocholt stattfindet. Am Sonntag werden Badehose und Turnschuhe gegen den gewohnten Turnierdress ausgetauscht. Auf dem Programm stehen eine A-Dressur und ein A-Stil-Springen. Schlachtenbummler und Gäste sind herzlich willkommen. Die Zeiteinteilung gibt es im Internet: www.reitverein-barlo-bocholt.de
Die Ergebnisse werden nach dem Vierkampf mit einer Sonderaussendung von PV-News bekannt gemacht.
SPRINGEN:
Hallenchampionat: Westfalen wollen Titel verteidigen
Braunschweig (PV). Pech für Springreiter Tim Rieskamp-Gödeking : Wegen einer Verletzung kann der Reiter vom RuF Westerkappel-Velpe-Lotte nun doch nicht am Deutschen Hallenchampionat der Springreiter vom 11. bis 14. März in Braunschweig teilnehmen. Stattdessen schickt Westfalens Landestrainer Klaus Reinacher (Rosendahl) nun Felix Haßmann (RV Lienen) und Mylene Diederichsmeier (ZRFV Steinhagen-Brockhagen) beim Landeschampionat an den Start. Für das Mannschaftschampionat wurden Franz-Josef Dahlmann jun . (RV Albersloh), Lars Grafmüller (ZRFV Riesenbeck) und Ina Tünnermann (RuF von Lützow Herford) genannt. Im vergangenen Jahr kehrten die Westfalen mit dem Sieg in diesem Championat zurück. Beim HGW Nachwuchschampionat der Springreiter, das ebenfalls in Braunschweig ausgetragen wird, ist mit Jana Wargers (Reitverein Greven) auf Pardina eine Reiterin aus Westfalen dabei.
Westfalen beim Jugendfestival
Neuwied (PV). Beim 12. Jugend-Reit-Festival Springen im rheinland-pfälzischen Neuwied gehen für den Pferdesportverband Westfalen folgende Reiter an den Start: Marc Baudach (RV Waltrop), Maxi Korte (RV Rhynern), Meike Tomkiewicz (RV Lienen), Alexander Potthoff (RV Osterwick) und Marcel Patrick Schniederkötter (RV Ennigerloh-Neubeckum). Landestrainer Klaus Reinacher (Rosendahl) begleitet das westfälische Team zum Mannschaftsspringen. Das Turnier findet vom 3. bis 5. April statt.
Dortmunder Reitturnier bekommt neuen Namen
Dortmund (PV). Das internationale Reitturnier in den Dortmunder Westfalenhallen vom 18. bis 21. März hat erstmals in seiner langjährigen Geschichte einen Titelsponsor bekommen und heißt jetzt „Signal Iduna Cup“. Das Hallenreitturnier wird in diesem Jahr zum 56. Mal ausgetragen und ist in den Disziplinen Springen und Dressur mit rund 240.000 Euro dotiert. Höhepunkte sind u.a. der Große Preis der Bundesrepublik Deutschland und das Finale der Dressurserie Meggle Champions. Darüber hinaus sind die Westfalenhallen erneut Schauplatz etlicher Prüfungen, die speziell den Reiterinnen und Reitern aus Westfalen vorbehalten sind. Die Mannschaftsprüfungen zählen eindeutig zu den Höhepunkten des Westfalentages in Dortmund. Sowohl die Dressur- als auch die Springreiter reiten auf dem Niveau der Klasse M. Mitreisende Fans dürfen sich auf vier spannende Prüfungen freuen, die Westfalens Reiter und Pferde ganz und gar in den Mittelpunkt stellen.
(Achtung: Eine Aufstellung der westfälischen Mannschaften folgt im nächsten Sonderpressedienst).
DRESSUR:
Piaff-Förderpreis 2010: Fünf Westfälinnen sind mit dabei
Warendorf (PV). Fünf Reiterinnen aus Westfalen sind in diesem Jahr beim Piaff-Förderpreis mit von der Partie. Beim zehnen Sichtungslehrgang zur Förderpreis-Serie für junge Grand Prix-Reiter hatten sich im Februar 24 Aspiranten dem Urteil von Richtern, Trainern und Mitgliedern des Dressurausschusses des Deutschen Olympiade-Komitees für Reiterei (DOKR) gestellt. 17 Paare wurden anschließend für die bekannte Turnierserie benannt. Zu ihnen zählen die Westfälinnen Ann-Kristin Dornbracht (RV Kalthof) mit Lancelot, Maria Kaldewei (RFV "von Lützow" Herford mit Companero, Fabienne Lütkemeier (RV Paderborn) mit Qui vincit Dynamis, Kirsten Sieber (RV Schwerte) mit Charly und Andrea Timpe (ZRFV Hattingen) mit Dixieland.
„Es macht Spaß zu sehen, was da an guten neuen Kombinationen heranwächst“, freute sich Jürgen Koschel (Hagen a. T. W.), seit Kurzem zuständiger Trainer dieser Zielgruppe. Die vier Sichtungsturniere finden bei großen nationalen Turnieren statt: beim Maimarktturnier in Mannheim (30. April bis 4. Mai), beim Internationale Dressurfestival in Lingen (4. bis 6. Juni), im Rahmen der WM der jungen Dressurpferde in Verden (4. bis 8. August) und beim Fest der Dressur in Cappeln (19. bis 20. August). Das Finale lockt vom 17. bis 21. November bei den German Masters in Stuttgart.
PONYSPORT:
Regionaler Lehrgang für den Preis der Besten
Münster (PV). Ende März findet in Münster der Lehrgang der Ponydressurreiter für den „Preis der Besten“ statt. Aus Westfalen sind folgende Reiterinnen am Start: Joline Thüning (RV Appelhülsen) mit Dulcia, Vivian Scheve (RuF Dortmund-Barop) mit Schapur, Laura Peperhowe (RuF Hiltrup) mit Chianti, Jeannine Hartmann (RuF 1876 Amelsbüren) mit Semprador, Kaja Deichen (RV Nordwalde) mit Now and forever Feivel, Leah Bröckmann (RV Rhynern) mit My little Silver und Lea Schöphörster (RV Frotheim-Isenstedt) mit Calli's Hope.
Osterlehrgang für Pony-Vielseitigkeitsreiter
Rhede (PV). Zu einem Vielseitigkeitslehrgang für Ponyreiter über Ostern lädt der Pferdesportverband Westfalen vom 29. März bis 2. April nach Rhede ein. Die erfolgreiche Vielseitigkeitsreiterin Anna Schulze Zurmussen (Everswinkel) und Landestrainerin Jutta Briel (Gevelsberg) leiten den Lehrgang, der als Vorbereitung auf die neue Saison dient. Zugelassen sind Reiter des Jahrgang 1994 und jünger, die dem D-Kader Pony-Vielseitigkeit angehören oder am Stützpunkttraining Vielseitigkeit/Ponys teilnehmen sowie Reiter, die 2009 erfolgreich an Spring- und Dressurprüfungen oder Vielseitigkeitsprüfungen der Klasse E oder höher teilgenommen haben. Anmeldeschluss ist Freitag, 12. März 2010. Infos gibt es beim Pferdesportverband Westfalen e. V., Tel. 0251-32809-41.
VOLTIGIEREN:
Neuer Disziplinbeirat Voltigieren in Westfalen
Ein neuer Disziplinbeirat kümmert sich ums Wettkampfgeschehen, um Talentsichtung und die Entwicklung des westfälischen Voltigiersports.
Münster (PV). Längst gibt es in Westfalen Disziplinbeiräte für Dressur, Springen, Vielseitigkeit und Fahren. Nun gibt es auch einen fürs Voltigieren. Zum neu berufenen Disziplinbeirat Voltigieren gehören Landestrainer Dr. Christian Peiler (Hamm), Barbara Weckermann (Lüdinghausen), Martina Rook (Höxter), Christoph Lensing (Steinfurt) und Rainer Hilbt (Münster). Was aber macht so ein Disziplinbeirat überhaupt? – Zum einen kümmert er sich um das Wettkampfgeschehen. Da geht es um Kaderberufungen und Sichtungen für große Championate, es geht um Trainingslager und Perspektivgruppen, die besonders gefördert werden.
Die zweite ganz wichtige Aufgabe ist die Talentsuche und –förderung. Viele hoffnungsvolle Jungvoltigierer werden bereits auf kleineren Turnieren von den Richtern entdeckt. Diese wenden sich dann direkt an den Voltigierer und empfehlen ihm, sich einmal beim Landestrainer zu melden. Meist bekommt Dr. Christian Peiler dann auch direkt vom Richter eine kurze Information, dass sich ein besonders talentiertes Kind bei ihm melden würde. Wer glaubt, für den Voltigiersport geboren zu sein, und nicht darauf warten will, entdeckt zu werden, kann sich auch Anfang des Jahres für den Leistungsstützpunkt beim Pferdesportverband Westfalen bewerben. An zentralen Terminen finden dann die Talent-Castings statt, bei denen sich die Teilnehmer beim Bodenturnen und bei Pflichtübungen im Voltigieren beweisen müssen.
Auf Talentsuche geht der Disziplinbeirat aber auch bei den Westfälischen Jugendmeisterschaften, bei denen herausragende Sportler direkt angesprochen werden. Inzwischen gibt es sogar eine Fördergruppe Voltigieren nur für Jungs, die unter anderem durch ein spezielles Jungs-Casting zustande gekommen ist und von Dr. Dennis Peiler trainiert wird. Jedes Jahr im Herbst trifft sich der neue Disziplinbeirat in Münster, um die sportlichen Belange für das nächste Jahr zu planen. Kurzfristig setzt sich die Gruppe natürlich auch bei Sichtungen und Meisterschaften zusammen, um über die Entwicklungen im westfälischen Voltigiersport zu sprechen. „Wir möchten auf jeden Fall zukunftsorientiert arbeiten“, sagt Landestrainer Dr. Christian Peiler. Deswegen nutzt der neue Beirat die Erkenntnisse der modernen Sportwissenschaft und arbeitet eng mit Sportmedizinern und –Wissenschaftlern zusammen. Als Disziplinbeirat Voltigieren des größten deutschen Pferdesportverbandes sind sehen sich die Teilnehmer auch ein klein wenig als Pioniere, die neue Wege im Voltigiersport einschlagen.
BREITENSPORT:
Jagdreitertraining in der Senne
Bielefeld (PV). Der Schleppjagdverein Lipperland veranstaltet ein Training für Jagdreiter in der Bielefelder Senne. Der dreitägige Wochenendlehrgang findet vom 4. bis 6. Juni statt. Nähere Infos zum Jagdreitertraining gibt es im Meutebüro der Lipperland Meute, Valdorfer Strasse 80 a, 32602 Vlotho, Tel. 05733-880714 und im Internet unter www.lipperland-meute.de
SEMINARE & VERANSTALTUNGEN:
Englisch, Mathe, Voltigieren - Qualifizierung für das Voltigieren im Schulsport
Münster (PV). Reiten und Voltigieren im Schulsport boomt. Bei steigender Tendenz gibt es in Westfalen schon heute weit mehr als einhundert Partnerschaften zwischen Schulen und Vereinen. Eine aktuelle repräsentative Befragung des Pferdesportverbandes Westfalen zeigte, dass Reiten und Voltigieren dabei etwa gleich stark vertreten sind. Für beide Disziplinen gilt: wer in NRW ein „Angebot mit Pferd“ in den Schulalltag einbringen will – egal ob Lehrer/in oder Vereinsausbilder/in - benötigt dafür fachliches Knowhow und eine gültige Trainerlizenz.
Pädagogen und Voltigierausbilder haben Ende April die Möglichkeit, beide Voraussetzungen gleichzeitig zu erwerben. Der PV bietet zum ersten Mal das neue „Qualifizierungsmodul Schulsport“ an. Es gehört zu den Neuerungen der APO 2010 und löst die bisherige Ausbildung zum Trainer C Schulsport ab. Der dreitägige Lehrgang ist zur Verlängerung der Trainer C Lizenz Voltigieren anerkannt. Er findet vom 23. bis 25. April auf dem Hof Schulze Niehues in Freckenhorst statt. Auf dem Programm stehen alle wichtigen Aspekte rund um die Organisation und die Praxis des Voltigierens in der Schule. Die Fortbildung schließt mit einem Prüfungsgespräch, die erfolgreiche Teilnahme wird bestätigt. Teilnehmen können alle Lehrer/innen, Angehörige anderer pädagogischer Berufsgruppen und Studierende dieser Richtung, die bereits eine Prüfung zum Trainer C Voltigieren bestanden haben und Mitglied in einem Pferdesportverein sind. Die Lehrgangsgebühr beträgt 170 Euro (inklusive Übernachtung und Verpflegung). Info: PV Westfalen, Brigitte Hein, hein@pv-muenster.de
Gymnastizierung des Springpferdes
Münster (PV). Eine dressurmäßige Gymnastizierung des Springpferdes ist genauso eine Grundvoraussetzung für ein späteres harmonisches Parcoursreiten wie der korrekte Sitz des Reiters und die entsprechende Einwirkung aus diesem Sitz. Westfalens Landestrainer Klaus Reinacher (Rosendahl) gibt am 12. April ab 18 Uhr ein Seminar zu diesem Thema. Es umfasst die Schulung der dressurmäßigen Grundausbildung des Pferdes, die Gymnastizierung über Stangen, Bodenricks und Gymnastiksprünge sowie die für das Springpferd erforderliche systematische Erarbeitung der Skala der Ausbildung. Dabei werden auch der Sitz und die Einwirkung des Reiters geschult, denn nur aus einem harmonischen Miteinander von Reiter und Pferd ist ein sicheres Parcoursreiten möglich. Der Lehrgang findet in der Westfälischen Reit- und Fahrschule in Münster statt und kostet 30 Euro. Nähere Infos unter Tel. 0251-3280937.
Wie baue ich einen Reitplatz?
Oelde (PV). Laut einer Umfrage ist die Beschaffenheit des Turnier- oder Abreiteplatzes für die meisten Reiter ausschlaggebend dafür, ob sie auf einem bestimmten Turnier starten oder nicht. Die Infrastruktur Reitplatz ist für jeden Reitverein oder Pferdebetrieb ein wichtiger Faktor für die Beliebtheit seiner Anlage. Aber wie wird der Reitplatz gepflegt, so dass er lange erhalten bleibt? Wie wird ein Reitplatzboden zeitgerecht aufgearbeitet? Ab wann ist es sinnvoll, einen neuen Reitplatz zu bauen? Und was ist bei einem Neubau zu beachten? Welcher Boden ist für den jeweiligen Platz geeignet? Wie sieht eine realistische Kostenanalyse aus? Wie funktioniert das Genehmigungsverfahren? Eckhard Hilker und Klaus Grümbel beantworten diese Fragen bei einem Seminar des Pferdesportverbandes Westfalen. Der praktische Vortrag findet am 19. April ab 18 Uhr in Oelde statt. Die Teilnahme kostet 30 Euro. Nähere Infos unter Tel. 0251-3280964.
Grünes Band
Münster (PV). Pferdesportvereine, die sich besonders stark in der Nachwuchsförderung engagieren, können sich jetzt wieder um das „Grüne Band“ bewerben. Seit mehr als 20 Jahren gilt es als Symbol für vorbildliche Talentförderung im Verein. Wie der DOSB mitteilte, wird es die mit je 5.000 Euro dotierte Auszeichnung auch nach dem Zusammenschluss von Dresdner Bank und Commerzbank geben. Die Bewerbungsunterlagen gibt es unter www.dasgrueneband.com im Internet. Interessierte Vereine können sich bis 31. März über den Pferdesportverband Westfalen bewerben. Seit Gründung des Wettbewerbs im Jahre 1986 sind schon 1.446 Vereine mit dem „Grünen Band“ ausgezeichnet worden. Rund 7,5 Millionen Euro an Fördergelder flossen in die Jugendabteilungen der Sportvereine. Davon profitieren seither über 185.000 sportbegeisterte Kinder und Jugendliche.
Über den Autor, Pressemitteilung
Wir durchforsten die unzähligen Pressemitteilungen der Branche für Sie und veröffentlichen die Interessantesten Meldungen. Eigene Pressemitteilungen senden Sie bitte an unserer Redaktionadresse, redaktion@pferde.biz.
Zur Homepage des Autors: http://www.pferdekurier.de/impressum.html