Immer noch aktuell: Scheckbetrug beim Pferdekauf

© Claudia Hautumm / PIXELIO

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Scheckbetrüger auch noch im Oktober 2010 aktiv

Agentur@Pferde.BIZ - Okt 26, 2010: Eigentlich haben wir gehofft, die Masche wäre so langsam allgemein bekannt, aber die E-Mail eines unserer Benutzer und Vorfälle in anderen Online-Märkten zeigen deutlich, dass weitere Aufklärung betrieben werden muss.

In unserem konkreten Fall erhielt die Pferdeverkäuferin eine Emailanfrage aus dem Ausland auf eines Ihrer Verkaufspferde. Die Anfrage bezog sich nicht auf ein bestimmtes Pferd, sondern es wurde immer nur allgemein von "dem Pferd" gesprochen.

Auch im weiteren Mailverkehr wurden keine weiteren Infos zu dem Pferd verlangt, auch keine Fotos etc.

Nach etlichen Mails, wurde Ihr dann ein Auslandscheck zugeschickt, da es angeblich nicht anders möglich sei, das Geld für das Pferd anzuweisen.

Dieser Scheck wies einen erhöhten Betrag aus, in unserem Fall waren es 2.500 Euro mehr als der eigentliche Kaufpreis des Pferdes.

Diesen Scheck reichte die Verkäuferin nun ein und zunächst schien alles glatt zu gehen. Sie wurde von den "Käufern" angewiesen, den Mehrbetrag an den Transporteur (der das Pferd abholen sollte) in Bar zu geben.

Kurz nach dem Einreichen des Schecks bei der Bank, wurde dann von seiten der "Käufer" Druck gemacht, das Pferd sollte schnellstens abgeholt werden, da der Transporteur nun die Tour fahren sollte.

In unserem Fall wurde die Verkäuferin Gott sei Dank auf die lange Laufzeit eines Auslandsschecks hingewiesen und dass dieser immer noch nachträglich platzen kann, so dass hier schlimmeres verhindert werden konnte.

Leider gibt es aber auch Fälle in denen der Transporteur Bar bezahlt wurde, dass Pferd ausgehändigt wurde und danach der Scheck platzte! Geld weg, Pferd weg und niemand weiß wohin.

Bitte beherzigen Sie bei einem Pferdeverkauf:

  • Das Pferd geht nur vom Hof, wenn es auch bezahlt ist!
  • Fremde, die sich selbst nicht das Pferd ansehen und verlangen, dass Sie einem Dritten auch noch Geld bezahlen, damit er das Pferd mitnimmt, sind meistens Betrüger.
  • Machen Sie vorab einen Kaufvertrag in dem alle Daten des Verkäufers enthalten sind.
  • Lassen Sie sich das Pferd nicht mit Schecks bezahlen, wenn es nicht anders geht, warten Sie nach Einreichung ab, ob der Scheck auch wirklich gedeckt ist! Fragen Sie bei Ihrer Bank nach, wann der Scheck endgültig gutgeschrieben wird.
  • Im Zweifel gilt immer noch der schöne alte Grundsatz: Nur Bares ist Wahres...

Diese Masche findet sich übrigens auch bei Autokauf und anderen Märkten. Sie ist bekannt, aber anscheinend nicht totzukriegen.

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