Pferdeauge Foto: Jessica Schultz-Friese
Pferdeauge Foto: Jessica Schultz-Friese
Für junge Reiter,  Gesundheit

Wie sieht Dein Pferd die Welt?

Wärst du ein Pferd…

Der Unterschied zwischen Mensch und Pferd bezüglich der Sehkraft ist ziemlich groß.

Denn im Gegensatz zum Blick des Menschen, der in einem Winkel von ungefähr 140 Grad sehen kann, sieht das Pferd in einem Winkel von ungefähr 180 Grad. Somit ist bis auf einige tote Winkel-Zonen ein vollkommener Rundumblick möglich.

Dies kann man sich so ungefähr vorstellen, als ob man auf ein Panorama Bild schaut:

Foto: Jessica Schultz-Friese

Die sogenannten toten Winkel befinden sich genau hinter dem Pferd und abwärts der Nüstern. Das wiederrum erklärt, warum Du Dich nicht direkt hinter Dein Pferd stellen sollst, denn dort es Dich nicht sehen. Ebensowenig sieht es das Leckerlie auf Deiner Hand. Jetzt kannst Du vielleicht eher nachvollziehen, warum dein Pferd das Leckerli versehentlich von der Hand schiebt anstatt es zu fressen.

Das hört sich an, als wäre es um die Sicht unseres Pferdes schlecht bestellt. Im Hinblick auf die Herkunft unseres Pferdes als Steppentier ist es aber sehr praktisch. Das Pferd ist ein Fluchttier und darauf angewiesen, etwaige Feinde rechtzeitig zu sehen um die Flucht anzutreten.

Aufbau des Pferdeauges

Das Auge des Pferdes ist ähnlich wie das des Menschen aufgebaut; In der Mitte des Auges liegt der Glaskörper, dies ist ein aus 98% Wasser bestehender Ball, der dafür sorgt dass der Augapfel in Form bleibt. Durch den transparenten Glaskörper scheint das Licht problemlos hindurch.
Vor dem Glaskörper liegt die Linse.
Sie bündelt das Licht auf einen bestimmten Punkt im Auge, den „Gelben Fleck“ oder auch „Fovea“.
Dies ist eine Stelle in der Netzhaut, in der viele Sinnzellen vorhanden sind.
Die Sinnzellen wandeln das Licht in Nervenimpulse um, die an das Gehirn über den Sehnerv weitergeleitet werden.
Der Sehnerv liegt gegenüber der Linse, zwischen ihnen ist der Glaskörper.

Skizze Jessica Schultz-Friese

Rund um den Glaskörper liegen einige dünne Schichten:

Von innen nach außen kommt zu erst die Netzhaut. Wie bereits erwähnt, liegt auf Ihr die Fovea. Darauf folgt die Aderhaut. Diese versorgt die Netzhaut mit Sauerstoff.
Ganz außen liegt eine harte Schicht Bindegewebe, auch Lederhaut genannt. Sie ist für den Schutz des Auges verantwortlich. Durch sie schmerzen unseren lieben Pferden auch Fliegen im Auge nicht allzusehr, nerven tuhen Sie trotzdem…
Auf der Lederhaut liegt eine hauchdünne Schicht Bindehaut, die das Auge feucht hält.
An der vorderen Seite des Auges, gibt es eine Stelle in der Lederhaut, an der es keine Bindehaut gibt, und die transparent ist. Diese Stelle nennt man Hornhaut. Durch die Hornhaut fällt das Licht in das Auge, dass nun auf die uns bereits bekannte Linse fällt. Die Farbe des Auges wird von der Regenbogenhaut bestimmt.

Im Hinblick auf das Farben erkennen, glaubte man früher, dass Pferde komplett Farbenblind sind. Heute weiß man, dass sie speziell blaue und gelbe Töne sehr gut erkennen können. Helle Farben werden bevorzugt, dunkle hingegen bedeuten Gefahr.

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